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Argumente und Fakten

 

    Jeder ist bei der Wahl frei. Das bedeutet, jemandem zum Wählen einer bestimmten Partei zu zwingen, ist verboten und sogar strafbar. Dies wollen wir mit dieser Aktion auch nicht bezwecken.
    Das Thema Klimakrise ist aber oft durch Falschinformation und Vorurteile geprägt und damit wird eine konstruktive Debatte verhindert.
    Wir möchten dir helfen, mit Fakten zum Nachdenken anzuregen, Probleme und Zusammenhänge bewusst zu machen und gut zu vermitteln - damit am Ende wirklich eine fundierte Wahlentscheidung steht.

    Inhalt

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    Junger Mann zeigt Daumen hoch. Text: Höchste Zeit für eine faire Wahl-Verwandtschafft.

    Warum wir dringend mehr Stimmen brauchen

    Die jungen Leute sind in der Minderheit.

    Selbst wenn alle Bürger im Alter bis 45 Jahre (also bei 100% Wahlbeteiligung!) Grün wählen würden, sind dies nur 35% der Wahlberechtigten.
    Für eine grüne Mehrheit bedeutet das, wir müssen alle Altersschichten aktivieren um überhaupt eine Chance auf einen Regierungswechsel zu haben.

    Die meisten Wähler müssen nicht mit den unmittelbaren Konsequenzen leben.

    Die Wahlentscheidung von heute hat Auswirkungen weit über die Lebenserwartung der Mehrheit hinaus. Wenn wir nicht jetzt sofort handeln, wird das Leben in 50 Jahren von Naturkatastrophen, Mangel und daraus resultierenden globalen Konflikten geprägt sein. Das betrifft dann unmittelbar nur noch Menschen unter 30 Jahren und deren Kinder.

    Die erwachsene Generation muss zu ihrer Verantwortung stehen.

    Die aktuelle erwachsene Generation hat einen großen Anteil am Zustand des Klimas. Entweder durch eigenen Konsum, durch Umweltbelastungen, die indirekt durch Subventionen gefördert wurden oder durch "billige" Produkte, die auf Ausnutzung globaler Ressourcen oder Auslagerung der Verschmutzung in andere Länder ermöglicht wurden.

    Die Rechnung dafür werden die Kinder und Enkelkinder zahlen müssen.

    Wir müssen dafür sorgen, dass die Zerstörung aufhört und Maßnahmen ergriffen werden, damit die nachfolgenden Generationen weniger darunter leiden müssen.

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    knapp 15% Wahlöberechtigte 18 bis 29 Jahre aber 72% Ü40!
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    Man mit Kind auf dem Arm

    Fakten zur Klimakrise, warum wir jetzt handeln müssen

    Für den Klimawandel gibt es eindeutige Beweise. Trotzdem leugnen viele ihn oder bezweifeln, dass er durch uns Menschen verursacht wird.

    Der Klimawandel existiert und wird durch Menschen verursacht.

    Mehr als 97% der weltweiten Fachleute auf dem Gebiet der Klimaforschung sind sich einig, dass der Klimawandel eine reale und akute Bedrohung darstellt und durch den Menschen verursacht wird.

    Die Zeit läuft uns davon. Wir müssen sofort handeln.

    Die Erde darf sich nicht mehr als 1,5 Grad Celsius erwärmen. Auch ohne diese Grenze nimmt die Häufigkeit und Schwere von Naturkatastrophen bereits zu. Darüber hinaus gibt es Kipppunkte, die - bei Überschreitung einer gewissen Temperatur - globale klimatische Reaktionen auslösen und damit die Durchschnittstemperatur noch schneller steigen lassen. Eine Kettenreaktion, die uns dann noch weniger oder gar keine Zeit zum Handeln mehr lässt.

    Wir sind global für 2% der Emissionen verantwortlich.

    Deutschland hat als eine der ersten Industrie-Nationen mit der Verschmutzung der Umwelt begonnen - also sollten wir auch am schnellsten aufhören. Der Anteil von global 2% ist außerdem sehr hoch, wenn man bedenkt, dass wir nur 1% der Weltbevölkerung stellen...
    Natürlich werden wir es nicht allein schaffen. Dies erfordert eine globale Anstrengung. Wir haben allerdings Glück, dass wir in ein Land hineingeboren worden sind, das nicht unmittelbar und heftigst von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen ist und zusätzlich noch die Mittel und Möglichkeiten hat, darauf zu reagieren.
    Damit können wir ein Vorbild und Vorreiter in der Bewältigung dieser Krise sein.

    Die Folgen sind drastisch - noch können wir aktiv werden.

    Der Weltklimarat hat gerade seinen neuen Sachstandsbericht veröffentlicht. Bereits 2030 droht eine Erderwärmung um 1,5 Grad - zehn Jahre früher als bisher prognostiziert. Mehr Hitzewellen, mehr Hunger, Überschwemmungen und Artensterben stehen uns bevor, wenn wir es nicht schaffen, die Erderwärmung zu reduzieren. Die Experten sehen die Menschheit in Gefahr.

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    Infografik globale CO2 Entwicklung (Quelle: klimawahlcheck.org)
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    Oma mit Daumen hoch

    Warum die Grünen die beste unter den verfügbaren Alternativen ist

    Zur Zeit sehen wir (und andere) keine andere Partei, die in irgendeiner Form ausreichende, umsetzbare und sozial gerechte Pläne hat, der Klimakrise zu begegnen.

    Die kürzlich vorgestellten Sofortmaßnahmen der Grünen wären ein sehr guter Anfang.

    Die Wahl von Kleinstparteien mit Klima-Agenda sehen wir auch kritisch. Scheitert eine solche Partei an der 5% Hürde, werden diese Stimmen rechnerisch an alle anderen Parteien verteilt. Damit profitieren also auch CDU, FDP und AfD - obwohl eventuell klimafreundlich gewählt wurde.

    Diese Krise verträgt keine korrupten Politiker, die noch am Leid verdienen wollen oder eine tatenlose "der Markt regelt das"- Politik. Der Fokus auf zum Scheitern verdammte Industriezweige wie Kohleförderung und Verbrennungsmotoren ist absolut fehl am Platz. Eine Regierung, die seit 16 Jahren an der Macht ist, Klimapolitik verhindert und meint erst jetzt sei der richtige Zeitpunkt um etwas zu tun, ist ein großer Teil des Problems.

    Es geht nur grün.

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    Gespräche über die Klimakrise und die Wahl in der Familie

    Mitreden ist wichtig - Zuhören noch wichtiger.

    Der Mensch hat eine Tendenz, schwierige Gespräche oder Entscheidungen zu vermeiden. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Gespräche über so breit gefächerte und auch emotionale Themen wie die Klimakrise möglichst entspannt geführt werden. Hier folgen ein paar einfache Tipps, die die Gespräche für alle Seiten ergiebig machen sollten:

    1. Achte dein Gegenüber. Bleibe stets freundlich und sachlich. Halte dich an die Fakten.
    2. Löse angespannte Gesprächssituationen möglichst frühzeitig und fröhlich auf um später fortzusetzen. Damit hast Du auch immer einen Anknüpfungspunkt für neue Fakten, z.B. "Wir haben doch vor kurzem über die Klimakrise gesprochen - ich habe da etwas Neues zu gelesen..."
    3. Verwende offene Fragen wie z.B. "Wie bewertest Du die Klimakrise?" - Diese Frage bietet deinem Gegenüber die Möglichkeit seine Gedanken zu erläutern. Höre aufmerksam zu und stelle Zwischenfragen, damit du wirklich verstehst wo der Mensch steht.
    4. Lass die gehörten Aussagen auf dich wirken und denk über Argumente und Erwiderung erst nach, wenn dein Gegenüber fertig ist. Sonst bekommst du nicht alles mit und übergehst vielleicht wichtige Informationen. Lass dir Zeit.
    5. Wenn dein Gegenüber sich erklären muss, werden Widersprüche oft selbst entdeckt. Durch gezieltes Nachfragen, kommt es damit manchmal auch selbst zur Einsicht, ohne dass du direkt Einfluss nehmen musst.
    6. Bleib bei allen Argumenten bei dir. "Du sollst..." oder "Du musst..." sind versteckte Vorwürfe. "Ich wünsche mir..." oder "Ich fühle mich..." funktionieren besser und helfen auch dir selbst, deine Standpunkte eher ich-bezogen zu formulieren.

    Weiter hilfreiche Informationen zu Gesprächsführung findest Du z.B. hier:

    Besser diskutieren - Zehn Tipps für schwierige Gespräche - Politik - SZ.de
    Fünf Regeln, die euch helfen werden, besser miteinander zu reden › ze.tt 

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    Gesprächstipps

    Quellen und Links um tiefer einzusteigen

    1. Tagesschau-Artikel über den aktuellen Bericht des Weltklimarats
    2. Sehr gute Podcast-Folge bei "Allgemein gebildet" zur Klimapolitik in den Wahlprogrammen zur Bundestagswahl.
    3. Klima-Wahl-Check des WWF
    4. Fakten zum Klima bei Scientist-for-future
    5. Alle Wahlprogramme zur Bundestagswahl
    6. Klimawahlprogramme der Parteien aufbereitet von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
    7. "Wieviel Klima steckt in den Wahlprogrammen?" Beitrag vom Bayerischen Rundfunk
    8. "Das wollen die Grünen nach den Wahlen umsetzen" Beitrag von RP-Online
    9. Der interaktive Klimawahlcheck
    10. Wahlberechtige nach Alter beim Bundeswahlleiter

    Wir werden diese Liste noch weiter ausbauen.

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